Auf der Flucht

 

– Ein Projekt des Wahlkurses Kunst Stufe 9.

Kunst 2016

Vor Armut, Krieg und Verfolgung müssen Menschen nicht nur heute flüchten, sondern in der europäischen Geschichte fanden die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Beispiele, wo sich Menschen genötigt sahen, Bedrohungen, Gewalt und Unterdrückung zu entkommen. So erinnerte Lisa z. B. an die französische Königin Marie Antoinette, wie sie sich 1791 vor heranstürmenden Revolutionären in Sicherheit zu bringen suchte und dann letzlich doch hingerichtet wurde.

In ihrem Projekt „Auf der Flucht“ erstellten die Schülerinnen und Schüler aus Zeitungspapier, Klebeband, Stoffresten und Gips Plastiken, die fliehende Menschen darstellen, so wie wir sie nicht nur heute antreffen, sondern wie wir ihnen auch in unterschiedlichen geschichtlichen Zeiträumen begegnen:

gehetzt, traumatisiert, voller Angst.

Kunst 2016

Mit Verweis auf die Verletzbarkeit der fliehenden Menschen gestalteten die Schülerinnen und Schüler die Plastiken brüchig. So zeigt sich z.B. der Gipsmantel der Figuren aufgerissen und gibt den Blick des Betrachters frei auf das Innere der Figuren: verklebtes Zeitungspapier, mit dem die Schülerinnen und Schüler auf die Öffentlichkeit des Fluchtgeschehens aufmerksam machen möchten. Die Körperhaltung der Plastiken signalisieren Eile, aber auch Erschöpfung, Angststarre, Lebensgefahr, entmutigtes In-sich-zusammensinken.

Kunst 2016
 
Kunst 2016
 
Kunst 2016
Kunst 2016
 
Kunst 2016
 
Kunst 2016

Die Gesichter bleiben im Gestaltungsmaterial verborgen und finden so Schutz auch vor individueller Bedrohung und Verfolgung.

Kunst 2016

Kunst 2016
 
Kunst 2016

In dem Projekt engagieren sich:

Patricia, Bahar, Ramazan, Ilam, Singe, Lisa-Sophie, Sofya, Budan, Melissa, Fatma, Anna.

Dr. M.A. Bußhoff